Glocken
Aus der Reihe irrwitzige Dialoge:
Beim gemeinsamen Grillen durchdringt plötzlich Glockengebimmel vom nahen Kirchturm das abendliche Idyll.
Sie: "Ich möchte mal wissen, warum jetzt die Läuten glocken".
Er: (nach kurzer Pause) "Keine Ahnung, warum jetzt geglockt wird".
Trauerarbeit
Der Kollege berichtet gerade von einer etwas sonderlichen Art von "Trauerarbeit".
Nach dem Ableben eines entfernten Verwandten trifft sich dessen Familie um die Formalitäten zu regeln. Auch das Thema "Traueranzeige" wird besprochen. Die Witwe regt an, man möge doch am Ende einen Hinweis auf ein Spendenkonto einfügen. Die Verwandtschaft zeigt sich gerührt über soviel Sozialsinn in der eigenen schweren Stunde und fragt, welches Konto man denn angeben solle. Die prompte Antwort der Dame: "Meins!"
Habemus Papam!
"Habemus Papam!"
- das war so ungefähr das letzte, was ich im Fernsehen hörte, bevor mein kleines Töchterlein einen abrupten Satz im Laufstall machte, mit dem Oberkiefer auf das Geländer knallte, wo sich die kleinen jungen Beißerlein in das lackierte Holz bohrten. Der Name des glücklichen Gewählten ging dann unter in einer wahren Schrei-Orgie, die selbst noch den Jubel auf dem Petersplatz übertönte.
Jetzt hat sich Töchterlein beruhigt, die Zähne sind noch alle drin und ich weiß mittlerweile, dass unser werter Kardinal Ratzinger jetzt neuer Papst ist.
Aber wenn das kein Omen war...
Lord of the Flames
Frohe Ostern, Ihr "Nesthocker"!
Meine Festtage begannen mit einem Debakel. Das traditionelle Osterfeuer im Liederhof (das Original!) wäre beinahe den Bach runtergegangen. Dabei war überraschend noch ein ansehnliches Häuflein Brenngut zusammengekommen. Mit einer selbstkonstruierten Fackel entzündete ich den Haufen. Statt der geplanten Feuersbrunst entwickelte sich aber nur ein klägliches Strohfeuer. Eine Stunde lang war ich mit meinen Brüdern bemüht, die loderne Flammenhölle zu entfachen. Doch das einzige was brannte, war der Grill, um den sich dann auch flugs die Festgemeinde versammelte.
So eine Blamage! Eine Stunde viel Rauch um nichts! Und dann der vorwurfsvolle Blick der Leute. Mein guter Ruf als Pyromane - dahin!
Erst als wir mit "hochprozentigem" Einsatz das Werk erneut angingen, züngelten endlich die Flammen.
Immerhin konnte mein Feuer am Ende mit einem grotesken Effekt aufwarten: als ich mit meinen Brüdern Sven und Rainer stumm in die Flammen blickte, raschelte plötzlich etwas im Gras neben der Feuerstelle - eine Maus! Wie auf Knopfdruck rannte das Tier plötzlich schnurstracks in die Feuersbrunst, wo es elendig umkam. Ein schockierendes Erlebnis für die Umstehenden! Da war wirklich nichts zu machen!
Sven´s lakonischer Kommentar: "War wohl ´n Schläfer"...
Schuhe
Immer auf dem Sprung - der Redakteur von heute ist für jeden Einsatz gerüstet. Auf dem Bild oben präsentiert unser Kollege stolz die neueste Geheimwaffe im redaktionellen Fronteinsatz: den "Re-Ject X-1000". Fast liebevoll streicht seine Hand über das Wunderwerk moderner Schuhkultur.
Zeitloses Design, ein praktischer Schnappverschluss und strapazierfähiges Material, das in der Raumfahrt getestet wurde, zeichnen das Modell aus. Der "Re-Ject X-1000" ist genau der richtige , wenn es darum geht, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein.
Der Kollege selbst hat noch einen weiteren Nutzen des neuen Schuhwerks entdeckt. Als sein Lieblingskollege mit einem Packen neuer Aufträge auf ihn zukam, schrie er nur: "Ich versenke meinen schlanken Fuß in seinen breiten A....". Die letzten Worte gingen unter in einem lauten Geheul. Einige Zeugen wollen das Wort "Aschenbecher" vernommen haben. Andere schwören, es war "Astralleib".